heiter bis wolkig – Janina Brauer und Wolfgang Meluhn

Unter dem Titel “heiter bis wolkig” stellt der Kulturverein Borgholzhausen Malerei vom 25.09. bis zum 13.10.2022 in der Rathausgalerie von der jungen Künstlerin Janina Brauer und ihrem Mentor Wolfgang Meluhn aus.

Die Ausstellungseröffnung war sehr gut besucht. Astrid Schütze begrüßte Gäste und Künstler und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen DaunTown und dem Kulturverein.

Beate Freier-Bongaertz von DaunTown führte in das Werk der beiden Künstler ein. Sie hob hervor, dass es sich hier eigentlich nicht um eine Mentor-Mentee-Beziehung handelt, sondern um ein gegenseitiges Befruchten zweier unterschiedlichen Generationen und Stile auf gleicher Ebene. Im anschließenden Künstlergespräch betonte Wolgang Meluhn, dass die Erfahrung, Künstler drücken sich unterschiedlich aus, seinen künstlerischen Blick erweitert hat.

Hier in der Ausstellung gibt es einmal das Verbindende, das Thema Landschaft und speziell Bäume und Wolken, das Unterschiedliche in der Herangehensweise und Umsetzung: Janina Brauer entwickelt eine Arbeit über eine längere Zeitspanne über Skizzen, die schließlich übertragen werden, und dann in akribischer Arbeit ihre entgültige Form annehmen. Die dargestellten Objekte sind grafisch abstrahiert. Wolfgang Meluhn, der sich in positivem Sinne als “Malschwein” bezeichnet, lässt seine Arbeiten mit großem Pinselstrich in impressionistischer Ausdrucksweise entstehen. Es sieht aus, als wäre das Bild in kürzester Zeit umgesetzt. Das sagt aber nichts aus über die Dauer der Auseinandersetzung mit dem Thema.

Beate Freier-Bongaertz von DaunTown schreibt zu der Ausstellung:

“Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Landesbüro für Bildende Kunst (LaB K) fördern die Kunstszene in NRW auf vielfältige Weise. Eine Idee ist das Kunstmentorat NRW.

Jeweils ein junger Künstler oder Künstlerin werden einem erfahrenen Künstler zugeordnet. 18 Monate lang können die Künstler-Tandems gemeinsam die regionale Kunstlandschaft erkunden.

Der Maler Wolfgang Meluhn aus Borgholzhausen und die Malerin Janina Brauer aus Düsseldorf, haben gemeinsam eine Ausstellung erarbeitet. Der Reiz dabei ist für beide die Themenverwandschaft ihrer Arbeiten, jedoch mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an Malerei. Dem Betrachter eröffnet sich ein vielversprechendes Spannungsfeld für diese Werkschau.”

Presseberichte und weitere Informationen:

Günter Schlömann – Malerei

Dieses Mal gab es die Ausstellungseröffnung nicht wie gewohnt in der Rathausgalerie, sondern im Museum Borgholzhausen. Am 24. Juli 2022 um 11:15 Uhr fanden sich auch viele Freunde, Bekannte und Verwandte des Künstlers in der Freistraße 25 ein, um Günter Schlömann und seine Malerei zu würdigen. Astrid Schütze begrüßte die Gäste und den Künstler. Sie wies darauf hin, dass nach 30 Jahren endlich wieder eine Ausstellung im Museum eröffnet wurde. Margit Rusert, Künstlerin aus Osnabrück, führte in die Ausstellung ein. Das große Interesse an diesem Event ist sehr erfreulich.

Astrid Schütze sagte zu der Neuerung im Museum folgendes:

“Nach vielen Jahre, in denen wir uns über Werke von Bodo und Jutta Meyner und Wilfried Tönsing freuen durften, haben wir uns entschlossen, zukünftig gelegentlich wechselnde Dauerausstellungen zu zeigen. Beginnen möchten wir diese Reihe mit der Ausstellung von Günter Schlömann.”

Margit Rusert beginnt ihre Einführung in Günter Schlömanns künstlerisches Schaffen mit dem Bild des Künstlers mit seinem Sommerhut, das vielen, die die Sommerakademie in Borgholzhausen kennen, noch in Erinnerung sein muss. Das war Günter Schlömann als Lehrender und Organisator. Nach längerer Vorarbeit schaffte er es zusammen mit Gabriele Wieging ab 2003 die Sommerakademie durchzuführen, die von da an jedes Jahr stattfand (außer einmal Corona bedingt nicht). Aus Altersgründen übernahm die letzten Jahre Elfriede Schildmann die Organisation und Durchführung.

Die andere Seite ist sein eigenes künstlerisches Schaffen, das er 1990 mit dem Kunststudium an der Universität in Osnabrück in den Vordergrund rücken kann. Thematisch wandert die menschliche Figur in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Von der Zeichnung ausgehend, entwickelt er eine Formensprache, die ihn zur dreidimensionalen Darstellung in der Bildhauerei bringt. Zeichnung, Malerei und Bildhauerei befruchten sich gegenseitig. Einige seiner Skulpturen kann man im Rathaus, am Bahnhof und einem Garten in Borgholzhausen auf sich einwirken lassen. Margit Rusert sagt:

“Aus einfachen, oft naturbelassenen Steinen hat Günther Skulpturen zusammengefügt, deren Ausdruckskraft und Präsenz im Raum nicht nur dem schweren und oft unbehauenen Material  geschuldet ist: Es ist vielmehr die ausdrucksvolle Komposition der Steine, die Günthers Skulpturen ihr Leben einhaucht.”

Hier in der Ausstellung werden nur Malerei und Drucke gezeigt in Mischtechnik, Aquarell, Linoldruck, Eitempera, Tusche auf Papyrus oder Kreide. Margit Rusert weist auf den Zusammenhang zur Bildhauerei hin:

“Seinen vielfach großen und wuchtigen und kraftvollen Skulpturen steht eine Malerei gegenüber, deren Strich- und Farbkomposition sensibel, ausgewogen, manchmal geradezu ätherisch ihren ganz eigenen Ausdruck entwickelt hat. Und doch, wer das Werk von Günther Schlömann kennt, sieht dass diese Malerei auch aus der monumentalen Kraft seiner Skulpturen hervorgegangen ist.”

Fotos zur Ausstellung und zur Vernissage (Fotos: Ulf Richter)

Presseberichte und weitere Informationen:

AWO-Kita Berghausen – Kunst trifft Kinderrechte

Diesen Sommer stellt die AWO-Kita Berghausen in der Rathausgalerie aus. Zwei Monate lang waren die Kinder beschäftigt mit dem Erstellen ihrer Arbeiten zum Thema:

Kinderrechte

Verschiedene Artikel aus der UN-Kinderrechskonvention wurden bildnerisch dargestellt und auch in Worten kurz gefasst wiedergegeben. Zu einigen Themen gibt es sogar die Möglichkeit, sich per Knopfdruck Texte anzuhören! Folgende Themen wurden angesprochen:

  • Recht auf Bildung, Schule, Berufsbildung (Artikel 28)
  • Flüchtlingskinder (Artikel 22 und 38)
  • Achtung der Kinderrechte, Diskriminierungsverbot (Artikel 2)
  • Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung und Verwahrlosung, Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung (Artikel 19 und 32)
  • Zugang zu Medien, Kinder und Jugendschutz (Artikel 17)
  • Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben, staatliche Förderung (Artikel 31)
  • Gesundheit (Artikel 24)
  • Förderung behinderter Kinder (Artikel 23)
  • Berücksichtigung des Kinderwillens, Meinungs- und Informationsfreiheit (Artikel 12 und 13)

Ein Blick auf die Ausstellung (Fotos: Ulf Richter)

Presseberichte und weitere Informationen:

Helmut Feldmann – Land am Meer

Glücklicherweise können wir wieder regelmäßig im Rathaus die Arbeiten von Künstlern ausstellen. So ist das die dritte Ausstellung in diesem Jahr, das dritte Mal auch mit Besuchern.

Die Vernissage war nicht nur etwas für die Augen, sondern auch für die Ohren, aber nicht durch Musik sondern durch Worte. Job Schräder erzählte erst einmal über den Künstler und seine Eindrücke beim Betrachten der Arbeiten. Anschließend gab es ein ausführliches Künstlergespräch, bei dem Helmut Feldmann über seinen künstlerischen Werdegang von der Druckgrafik zur Malerei erzählte und das Besondere an seiner Maltechnik erläuterte.

Es wird mit Kupferdruckfarbe auf Siebkarton gearbeitet. Nicht der Pinsel oder der Spachtel sind dazu das Hauptwerkzeug, sondern der Handballen. Mit ihm wird die Farbe aufgetragen, wieder abgenommen und erneut aufgetragen. So baut sich allmählich das Bild auf. Es ist eine recht aufwendige Technik. Deshalb sind die Formate eher kleiner. Die Farbgebung ist stark geprägt von seinem Lebensraum als Kind in einem kleinen ostfriesischen Dorf, in einer Moorlandschaft gelegen.

Eindrücke zur Ausstellungseröffnung (Fotos: Ulf Richter)

Presseberichte und weitere Informationen:

Malu Thören – SOGESEHEN

Am 27.3.2022 wurde in der Rathausgalerie in Borgholzhausen um 11:15 Uhr die Ausstellung SOGESEHEN von Malu Thören eröffnet. Joseph Schräder, Vorstand im Kulturverein, begrüßte die Künstlerin und die Besucher. Malu Thören selbst hielt die Einführung. Wir freuen uns, dass wir wieder Besucher begrüßen konnten.

In der Ausstellung werden Bilder zu verschiedenen Themen gezeigt: Straße, Tiere, Essen und Dinge des täglichen Lebens. Die Arbeiten sind in den letzten 13 Jahren entstanden. Entweder wurde mit Acrylfarben auf Leinwand gemalt oder in Mischtechnik auf Papier. Bei einem Bild handelt es sich um ein Aquarell. In Bezug auf die vorherige Ausstellung von Marvin Knopf, der sich vom Gegenständlichen befreit hat, sagt Malu Thören ganz selbstbewusst, sie eben nicht. Die Dinge um sie herum oder Fotos, in denen sie während der Coronapandemie herumgewühlt hat, sind Ausgangspunkte für ihre Arbeiten. Es werden Entwürfe erstellt, und wenn sie vielversprechend sind, wird die eigentliche Arbeit in Angriff genommen. Die Titel und Inhalte der Arbeiten sind oft Ausdruck einer gewissen Ironie oder mit einem Augenzwinkern geschaffen. Ein auf dem Rücken liegender Maikäfer – leider nicht mehr lebend – regt zum Experimentieren an. Es entsteht 2015 eine Reihe von Bildern, die 2019 noch ergänzt wird durch: “Wir hängen ab”. Äpfel im Setzkasten, schon eine interessante Konstellation, dann aber drei Monate warten, damit aus “Fast frisch” “Nicht mehr ganz frisch” wird, und diese beiden Zustände bildlich gegenüber zu stellen, ein besonderes Diptychon.

Fotos zur Ausstellung (Ulf Richter)

Presseberichte und weitere Informationen:

Marvin Knopf – Zustandsgebundene Malerei

Endlich wieder eine Ausstellung des Kulturvereins: Marvin Knopf

Er ist ein junger Künstler aus Osnabrück, Gewinner des Kunstpreises Osnabrück 2020. Im letzten Jahr war er DaunTown-Atelier-Stipendiat, inzwischen hat er einen der acht festen Atelierplätze in DaunTown inne.

Job Schräder konnte Marvin Knopf zu einem neuen Termin für die Ausstellungseröffnung bewegen, nachdem wegen Corona der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden konnte. So war am Sonntag, dem 27.2.2022 zu gwohnter Tageszeit in der Rathausgalerie in Borgholzhausen die Vernisage. Astrid Schütze, Vorsitzende des Kulturvereins, sprach die Begrüßungsworte und Beate Freier-Bongaertz – selbst DaunTown Künstlerin – führte in das Werk ein. Gut zwei Dutzend Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, endlich wieder einer Ausstellungseröffnung beizuwohnen.

Ausstellung ist bis zum Di. 22.03.2022 verlängert worden!

Der innere Zustand findet intuitiv seinen Ausdruck in der kreativen Gestaltung des Kunstwerkes. In großen Gesten, kleinen Kritzeleien, abwechselnd, überlagernd wird das Befinden des Künstlers in abstrakter Weise umgesetzt. Ursprünglich stammt der Begriff “Zustandsgebundene Malerei” aus der Psychiatrie. Marvin Knopf hat ihn zum Thema seiner Ausstellung gemacht. Die Vorbereitung ist wichtig, da keine Korrektur möglich ist: die Wahl des Untergrundes – hier echtes Leinen ohne Grundierung, der Malmittel – Öl, Acryl, Kreide oder ihre Kombination, des Auftragens – Pinsel, Spachtel, Sprühdose oder direkt aus dem Farbbehälter. Es finden sich Papierfetzen aus Illustrierten. Sie haben gleichen Stellenwert wie Farbe und Linie. Auffallend ist die breite Palette dessen, was allein in einer Arbeit verwendet wird.

Die Ergebnisse der Arbeiten sind Momentaufnahmen ohne thematischen Hintergrund. Entweder haben sie keinen Titel oder wenn, kann er poetisch sein wie “Kommt ein Pferd in die Bar”, “Es ist, was es ist 4”. Man wird auf eine Fährte gesetzt, die keine ist. Oder sachliche Titel wie “Grid 01” mit keiner wirklichen Aussagekraft außer dass in einem Bereich des Bildes Gitter zu sehen sind. Dann schon eher bei manchen Bildern mit eingeklebten Papierfetzen: “Mars” oder “Hackfleisch gemischt”. Es wird ein Begriff, die sich auf diesen Schnipseln befindet, zu Bildtiteln erhoben. Der Arbeitsprozess verselbständigt sich, Musik läuft während des Malens. Der Betrachter muss sich selbst in das Bild hineinfinden.

Astrid Schütze stellt Parallelen zur informellen Malerei von Kroe her. Sie könnte sich vorstellen, dass beide sich gegenseitig etwas hätten geben können, wären sie sich begegnet. Kroe ist aber 1988 gestorben, Marvin Knopf erst 1994 geboren.

Fotos: Ulf Richter

Presseberichte und weitere Informationen:

Mitgliederausstellung 2021 – Adventskalender

Wieder keine Vernissage, aber…

Die Corona-Pandemie hat uns auch dieses Jahr wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht: Zuerst sollte zum Jahresabschluss wieder eine Vernissage wie in den früheren Jahren stattfinden mit einem kleinen Buffet aus mitgebrachten Leckereien, dann sollte auf die Gaumenfreuden verzichtet werden, nun wurde ganz auf die Eröffnungsveranstaltung verzichtet.

Aber die von sechzehn schaffenden Mitgliedern abgegebenen Arbeiten und die Zusage des Haller Kreisblattes, wie letztes Jahr wieder einen “Kulturellen Adventskalender” zu veröffentlichen (für jeden Künstler ein extra Kalendertag), ist ein erfreulicher Ausgleich. Wir können unsere Arbeiten so der Öffentlichkeit präsentieren, ohne dass man das Rathaus aufsuchen muss.

Die einzelnen Künstler:

Es sind insgesamt 16 Künstler, die ausstellen. Es öffnet sich also nicht jeden Tag eine Tür. Diesmal wird die Reihenfolge durch ihren Namen in alphabetischer Reihenfolge rückwärts ermittelt. Bitte auf das Foto der gewünschten Person klicken, um deren Beitrag zu öffnen:

Da die nächste Ausstellung mit Marvin Knopf wegen der Corona-Pandemie abgesagt ist, verlängern wir die Mitgliederausstellung. Wer von den Ausstellern oder Käufern seine Arbeiten aber früher abholen möchte, wendet sich bitte an Job Schräder (Tel. siehe unter Kontakt). Wir würden gerne die dabei entstehenden Lücken mit anderen Arbeiten auffüllen.

Zusammenstellung:

Alle bisher veröffentlichte Arbeiten (Fotos: Ulf Richter):

Chagall und die Bibel

Ausstellung der berühmten Bibel-Lithographien von Marc Chagall in Borgholzhausen

Was das Musée National Marc Chagall in Nizza kann, kann der Kulturverein Borgholzhausen e.V. schon lange: Die 41 herrlichen Lithographien aus den beiden Chagall-Bibelzyklen, die dort in Schauvitrinen zur Ansicht geboten werden, kann der Kulturverein Borgholzhausen in der Rathausgalerie seinen Besuchern präsentieren.

Die Austellungseröffnung war am Sonntag, dem 3.10.2021 zu gewohnter Zeit um 11:15 Uhr Coronabedingt mussten die 3G-Regeln (geimpft, genesen, getestet) eingehalten werden. Wir denken, dass nach der langen Ausstellungspause wieder mit Regelmäßigkeit Ausstellungen aufeinander folgen können und der Begriff “gewohnte Zeit” wieder seiner Bedeutung gerecht wird.

Birgit Schröter begrüßte als stellvertretende Bürgermeisterin von Borgholzhausen alle Anwesenden und drückte ihre Freude aus, dass nach der langen Pause jetzt wieder Ausstellungen möglich sind.

Anschließend begrüßte Astrid Schütze als Vorsitzende des Kulturverein ebenfalls alle Gäste und drückte ihre Freude aus, dass man Lilian Wohnhas vom Museum Peter August Böckstiegel für die Einführung in das Werk Chagalls und in die beiden Chagall-Bibelzyklen gewinnen konnte. Sie wies auch darauf hin, dass auch schon für das nächste Jahr eine Reihe von Ausstellungen fest eingeplant ist und demnächst die Informationen dazu herausgehen.

Lilian Wohnhas äußert sich in ihrer Einführung auch allgemein zu Marc Chagall:

Chagalls Bilder sind zu Ikonen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts geworden, sie hängen in den großen Museen der Welt von Berlin bis New York. Chagall sagte selbst, seine Kunstwerke seien Ausdruck seines „Seelenzustandes“. Sie sprengen die formale Einheit aus Ort und Zeit und entziehen sich dem Drang der Kunstwissenschaft, sie in Kategorien zu fassen. Seine Bildkompositionen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Kubismus, Surrealismus, Symbolismus, sie greifen Elemente des Impressionismus auf genauso wie des Expressionismus. Allen Motiven wohnt zudem eine, wie er sagte, „Dimension des Psychischen“ inne. Immer bewegen sich die Figuren inmitten traumgleicher Topografien, umgeben von chiffrehaften Symbolen, die sich nur vor dem Hintergrund seiner Biografie entschlüsseln lassen.

Und speziell zu den Lithographien sagt sie:

Bei den Motiven, die in dieser Ausstellung „Chagall und die Bibel“ gezeigt werden, ging es Chagall mehr als um eine bloße Illustration der Bibel. Die Intensität der Situation und sicherlich auch das Nachempfinden des Gezeigten standen für ihn im Vordergrund.

Die Chagall-Bibelzyklen von 1956 und 1960 – Job Schräder schreibt dazu:

Nachdem Marc Chagall 1956 seine Arbeit an der immensen Anzahl von 105 Radierungen für sein berühmtes Bibel-Portfolio beendet hatte, beschloß man, diese Werke als großformatige Reproduktionen auch einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sie wurden für die Veröffentlichung in der sog. “Verve-Bibel” (1956) als Heliogravüren aufwändig gedruckt. Um diesen “La Bible”-Band jedoch nicht zu einem schweren (er wiegt immerhin 2 kg) sondern auch wertvollen Druckwerk zu machen, krönte ihn Mark Chagall mit insgesamt 17 Original-Farblithographien (plus eine weitere für den Bucheinband), die er eigens dafür anfertigte. Doch damit nicht genug. Für 12 der Farblithographien erstellte Chagall zusätzlich kleine Zeichnungen, die als einfarbig schwarze Lithographien deren Rückseiten zieren. Sämtliche 30 Werke sind Original-Lithographien und somit im maßgeblichen Werkverzeichnis zu Chagalls lithographischem Oeuvre aufgeführt.

Die Beschäftigung mit biblischen Themen ließ Mark Chagall auch in den Folgejahren nicht los. 1958 und 1959 arbeitete er an weiteren 96 biblische Motiven, diesmal nicht als Radierungen, sondern als Zeichnungen und Gemälde. Sie wurden erstmalig-wieder als Heliogravüren für den zweiten Bibelband “Verve Bibel II” gedruckt. Auch hierfür zeichnete Chagall Original-Lithographien auf die Lithosteine, die dem Band beigegeben wurden: 24 farbige Motive (plus eine weitere für den Bucheinband) sowie 23 einfarbig schwarze lllustrationen für die Rückseiten der Blätter. Und selbverständlich sind auch diese Original-Steindrucke (Lithographien) im Werkverzeichnis katalogisiert.

Zusammen hinterläßt uns Chagall mit den beiden Bibeln 41 bewegende und inspirierende Originalgrafiken zu den wichtigsten Gestalten und Kapiteln des Alten Testaments sowie der Schöpfungsgeschichte. Damit zählen die Bibelillustrationen zu den bedeutendsten Werken Chagalls im Oeuvre seiner Druckgrafik. Die Auflage der beiden Bände war für damalige Verhältnisse relativ hoch (6500 Exemplare), sodaß man auch heute noch mit etwas Glück ein Exemplar in einem Antiquariat finden kann.

Job Schräder mit dem Druck “Sarah und Abimelech”

Die Original-Lithographien wurden dem Kulturverein von einer befreundeten Galerie kostenlos für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung gestellt:

Artistshome e.K. Kunsthandlung für Originalgrafik, Hamburg
Die Inhaberin, Christine Blenner, ist Sachverständige für Europäische Druckgrafik nach 1945 und Mitglied im Deutschen Gutachter- und Sachverständigen Verband (DGuSV e.V.)

Ein Ausstellungskatalog “Mark Chagall – Bilder zur Bibel” von Traudisch-Schröter liegt während der Ausstellung zur Einsicht bereit.

Alle Blätter sind (in kleinen Mengen, einige wenige auch Einzelstücke) für die Besucher, einschl. Auszug aus dem Werkverzeichnis und Echtheitszertifikat, erwerbbar und noch vor Weihnachten lieferbar.

Fotos zur Ausstellung (Ulf Richter)

Presseberichte und weitere Informationen:

Mitgliederausstellung 2020 – Adventskalender

Einige Worte zu Beginn

Lock Down wegen Corona-Pandemie führt zu einer Mitlgiederausstellung ohne Vernissage

Wie jedes Jahr brachten die Mitglieder des Kulturvereins ihre Arbeiten zur Mitgliederausstellung ins Borgholzhausener Rathaus. Job Schräder nahm sie entgegen. Am Freitag, rechtzeitig vor dem ersten Advent, wurden die Werke aufgehängt. Am ersten Advent selbst passierte gar nichts, keine Vernissage, kein gemeinsamer Jahresabschluss, keine kleinen, köstlichen Leckereien.

Neue Wege der Präsentation der Ausstellung

Zusammen mit dem Haller Kreisblatt haben wir uns überlegt, dass jeden Tag in einem kleinen Beitrag in der Zeitung und auf unserer Internetseite eine ausstellende Person vorgestellt wird. Hier kann man die Beiträge zu den einzelnen bereits vorgestellten Künstler aufrufen. Unten werden in einer gemeinsamen Galerie alle Bilder der vorgestellten Künstler gezeigt.

Gemeinsame Galerie aller Künstler der Mitgliederausstellung

Bitte Fotos anklicken und Durchblättern (Fotos: Ulf Richter)

Die einzelnen Künstler

01.12.2020 – Michaela Berning Tournier

01.12.2020

Michaela Berning Turnier

Bilder: „Er guckt“ – „Sie guckt“ – „Er guckt auch

02.12.2020 – Katrin Boidol

02.12.2020

Katrin Boidol

Bild: “Hof Springmeiler”, Aquarell

03.12.2020 – Beate Freier Bongaertz

03.12.2020

Beate Freier-Bongaertz

Bild: “Reiseerinnerung Lettland

04.12.2020 – Johann Gnad

04.12.2020

Johann Gnad

Bild: “Waldspaziergang”, Acryl auf Leinwand

05.12.2020 – Anke Henke

05.12.2020

Anke Henke

Bild: “Buntstiftzeichnung

07.12.2020 – Gertrud Hoppen

07.12.2020

Gertrud Hoppen

Bild: “Ohne Titel”, Acryl

08.12.2020 – Sandra Leitz-Brüggeshemke

08.12.2020

Sandra Leitz-Brüggeshemke

Bild: “Wie im Himmel, so auf Erden”, Kollage mit Acrylfarbe

09.12.2020 – Fritz Lüker

09.12.2020

Fritz Lüker

Bild: “Die Ravensburg” aus älterer Zeit, Ansicht von der Vorderseite

10.12.2020 – Annette Lüker-Henke

10.12.2020

Annette Lüker-Henke

Bild: “Föhr, Dunsum

11.12.2020 – Wolfgang Meluhn

11.12.2020

Wolfgang Meluhn

Bild: “Borgholzhausen

12.12.2020 – Joachim Müller

12.12.2020

Joachim Müller

Bilder aus dem LOCK DOWN: “Dr. Usama Riaz

15.12.2020 – Veronica Petersdorf

15.12.2020

Veronica Petersdorf

Bild: “Frauenbilder

16.12.2020 – Ulf Richter

16.12.2020

Ulf Richter

Bild: “Der Blick

17.12.2020 – Fiddi Schildmann

17.12.2020

Fiddi Schildmann

Plastik: “Die drei Könige

18.12.2020 – Günter Schlömann

18.12.2020

Günter Schlömann

Bild: “Farbige Zeichnung

19.12.2020 – Alexander Scholz

19.12.2020

Alexander Scholz

Bild: “Reiseerinnerung Brontallo

21.12.2020 – Waltraud Scholz-Winterberg

21.12.2020

Waltraud Scholz-Winterberg

Bild: “Mohn-Tag

22.12.2020 – Eike Birte Schräder

22.12.2020

Eike Birte Schräder

Bild: “Vogel auf trockenem Ast

23.12.2020 – Job Schräder

23.12.2020

Job Schräder

Bild: “Konstruktiv III

24.12.2020 – Karin Warias

24.12.2020

Karin Warias

Bild: “Vogel auf trockenem Ast

Ankündigung Mitgliederausstellung 2020

Am 1. Advent wird es trotz aller Beschränkung wieder eine Ausstellung mit Arbeiten der Mitglieder geben. Eine Vernissage findet aber leider nicht statt und es gibt somit leider kein Buffet und kein nettes Zusammentreffen!

Aber wir werden dennoch eine Vorstellungsrunde haben: von jedem Künstler zeigen wir eine Arbeit in einer Galerie auf unserer Internetseite. In der Adventszeit werden wir dann nacheinander alle Künstler mit ihrer Arbeit in einem eigenen Beitrag kurz vorstellen! Wir würden uns freuen, wenn wieder viele Mitglieder ihre Arbeiten ausstellen würden, auch wenn wir nicht zu Besuchen im Rathaus aufrufen und natürlich die jeweils aktuellen Zugangsbeschränkungen beachten! Die Mitarbeiter werden sich freuen, und wenn es die Lage zulässt, werden wir am

Sonntag, 10. Januar 2012 um 11:15 Uhr eine Finissage veranstalten.

Das schreibt Astrid Schütze in ihrem Rundbrief an alle Mitglieder.

Die Arbeiten für die Mitgliederausstellung können am Donnerstag, 26.11.2020 zwischen 18 und 19 Uhr nach der Öffnungszeit ins Rathaus gebracht werden. Je nach Größe können 2 bis 3 Arbeiten ausgestellt werden, diese unbedingt hängefertig anliefern!

Wir haben eine Zusage vom Haller Kreisblatt, dass im Dezember täglich einer der Künstler mit seinen ausgestellten Arbeiten in einem Beitrag vorgestellt wird. So wird trotz der Coronapandemie die Möglichkeit für die Mitglieder geschaffen, sich mit ihren Arbeiten einem breiteren Publikum zu zeigen.

Am 13.1.2021 müssen die Arbeiten nachmittags wieder abgeholt werden.