Helmut Feldmann – Land am Meer

Glücklicherweise können wir wieder regelmäßig im Rathaus die Arbeiten von Künstlern ausstellen. So ist das die dritte Ausstellung in diesem Jahr, das dritte Mal auch mit Besuchern.

Die Vernissage war nicht nur etwas für die Augen, sondern auch für die Ohren, aber nicht durch Musik sondern durch Worte. Job Schräder erzählte erst einmal über den Künstler und seine Eindrücke beim Betrachten der Arbeiten. Anschließend gab es ein ausführliches Künstlergespräch, bei dem Helmut Feldmann über seinen künstlerischen Werdegang von der Druckgrafik zur Malerei erzählte und das Besondere an seiner Maltechnik erläuterte.

Es wird mit Kupferdruckfarbe auf Siebkarton gearbeitet. Nicht der Pinsel oder der Spachtel sind dazu das Hauptwerkzeug, sondern der Handballen. Mit ihm wird die Farbe aufgetragen, wieder abgenommen und erneut aufgetragen. So baut sich allmählich das Bild auf. Es ist eine recht aufwendige Technik. Deshalb sind die Formate eher kleiner. Die Farbgebung ist stark geprägt von seinem Lebensraum als Kind in einem kleinen ostfriesischen Dorf, in einer Moorlandschaft gelegen.

Eindrücke zur Ausstellungseröffnung (Fotos: Ulf Richter)

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“Blues im Mues”

Das Kultur- und Heimatmuseum ist aus der Winterpause erwacht mit Musik, bei einem Feierabendbierchen oder Glas Wein … Wir freuen uns, dass viele Besucher am Sonntag Nachmittag den Weg ins Museum in Borgholzhausen gefunden haben.

Das Tor zur Museumsdeele stand weit offen, man konnte von draußen in den gemütlichen Raum schauen. Die Besucher saßen an kleinen Tischen oder standen im Bereich des Tores und lauschten der Bluesmusik, die Martin Fetzer (Bluesharp) und Michael van Mervyk (Bluesoul-Gitarre) zum Besten gaben. Es war mehr als nur musikalische Unterhaltung nebenbei: Über eine Stunde spielten sie Blues, bis sie sich eine Pause gönnten. Michael van Mervyk begeisterte die Zuhörer nicht nicht nur mit seiner dunklen und souligen Stimme und seinen Fertigkeiten auf seiner Resonatorgitarre (durch eine Membran hat der Ton auch ohne Verstärker eine größere Lautstärke), sondern auch mit seinen unterhaltsamen Erläuterungen. Martin Fetzer spielte auf der Blues-Harp (die Affinität zum Blues wird in dieser Bezeichnung deutlich) begleitend und mittragend und beeindruckte mit herrlichen Soli.

Hier einige Fotos:

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Malu Thören – SOGESEHEN

Am 27.3.2022 wurde in der Rathausgalerie in Borgholzhausen um 11:15 Uhr die Ausstellung SOGESEHEN von Malu Thören eröffnet. Joseph Schräder, Vorstand im Kulturverein, begrüßte die Künstlerin und die Besucher. Malu Thören selbst hielt die Einführung. Wir freuen uns, dass wir wieder Besucher begrüßen konnten.

In der Ausstellung werden Bilder zu verschiedenen Themen gezeigt: Straße, Tiere, Essen und Dinge des täglichen Lebens. Die Arbeiten sind in den letzten 13 Jahren entstanden. Entweder wurde mit Acrylfarben auf Leinwand gemalt oder in Mischtechnik auf Papier. Bei einem Bild handelt es sich um ein Aquarell. In Bezug auf die vorherige Ausstellung von Marvin Knopf, der sich vom Gegenständlichen befreit hat, sagt Malu Thören ganz selbstbewusst, sie eben nicht. Die Dinge um sie herum oder Fotos, in denen sie während der Coronapandemie herumgewühlt hat, sind Ausgangspunkte für ihre Arbeiten. Es werden Entwürfe erstellt, und wenn sie vielversprechend sind, wird die eigentliche Arbeit in Angriff genommen. Die Titel und Inhalte der Arbeiten sind oft Ausdruck einer gewissen Ironie oder mit einem Augenzwinkern geschaffen. Ein auf dem Rücken liegender Maikäfer – leider nicht mehr lebend – regt zum Experimentieren an. Es entsteht 2015 eine Reihe von Bildern, die 2019 noch ergänzt wird durch: “Wir hängen ab”. Äpfel im Setzkasten, schon eine interessante Konstellation, dann aber drei Monate warten, damit aus “Fast frisch” “Nicht mehr ganz frisch” wird, und diese beiden Zustände bildlich gegenüber zu stellen, ein besonderes Diptychon.

Fotos zur Ausstellung (Ulf Richter)

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Acoustic EIDOLON

DREI MUSIKER, EIN REITERHOF UND EINE HOCHZEIT

Ein Konzert in düsteren Corona-Zeiten! Thomas Loefke der Harfenist des Trios „Acoustic Eidolon“ hatte überraschend noch einen Termin zu vergeben: eine groß geplante Hochzeitsfeier mit dem Trio war der Corona-Unsicherheit zum Opfer gefallen. Eine Chance für den Kulturverein Borgholzhausen.
Das Trio „Acoustic EIDOLON“ ist über die Grenze Borgholzhausens hinaus bekannt und beliebt. Thomas Loefke, keltische Harfe, Hannah Alkire, Gesang, Cello und Joe Scott, Guitjo, Gitarre und Gesang sind Virtuosen ihrer Instrumente.
Die Inzidenz im Kreis GT war hoch, der Kartenverkauf lief zögerlich, das Wetter war schaurig als das Trio am Samstag, den 2.4.22 anreiste.
„Mir ist kalt!“ klagte Thomas Loefkes Harfe:
„Echt cool hier!“ wimmerten die Gitarre und das Cello.
Da bog Jens Schräder, Pächter de Reiterhofes „Spiekerhof“ mit einer Schubkarre voll Brennholz um die Ecke und öffnete die Deelentür des imposanten Fachwerkhofes. „Wow!“ flüsterten Joe und Hannah „Ist das alles wirklich original alt?“ Jens setzte das Heizgebläse in Betrieb und feuerte den Ofen an, eine mollige Wärme breitete sich rasch aus. Bald waren auch die Instrumente wieder gut gestimmt und warteten auf ihren Einsatz.
Die ersten Konzertbesucher, darunter auch einige kurze entschlossene trafen ein. Letztlich waren es ca. 40 Besucher. Darunter auch das Brautpaar der verschobenen Hochzeitsfeier! Am Vormittag frisch vermählt, noch im Hochzeitsgewand freuten sie sich auf den Konzertabend.
Spätestens jetzt war die Magie von Acoustic Eidolon spürbar!
Knisternde Ofenwärme, einladendes Ambiente, virtuos gespielte, hinreißende Musik, begleitet von stimmungsvollen Bildern und Videos auf der Leinwand entführten uns Zuhörer nach Irland und die Faröer-Inseln.
In der Pause summte die Deele vor anregenden Gesprächen bei einem Glas Wein, nach dem Konzert mochte sich mancher gar nicht so recht trennen. Sogar der Regen hatte aufgehört, als wir die Veranstaltung verließen, die Melodien noch im Ohr und die Eindrücke im Kopf und dem Herzen.
Es war ein schöner Abend! Wer nicht dabei war hat etwas verpasst!
3 Musiker, ein Reiterhof, ein Hochzeitspaar – und ein bisschen Magie.

Anke Wienke, Organisatorin der veranstaltung

Fotos zur Veranstaltung (Ulf Richter)

Das Konzert fand am 2.4.2022 auf dem Spiekerhof in Borgholzhausen Wichlinghausen 11 statt.

Gujito ist eine Gitarre mit zwei Hälsen und 14 Saiten, die eine unglaubliche klangliche Vielfalt ermöglicht.

In der antiken griechischen Literatur ist ein Eidolon ein Geistbild einer lebenden oder toten Person; ein Schatten oder ein Phantom, das der menschlichen Form ähnelt. Lassen wir uns von der Übertragung auf nordische Klangwelten überraschen.

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Marvin Knopf – Zustandsgebundene Malerei

Endlich wieder eine Ausstellung des Kulturvereins: Marvin Knopf

Er ist ein junger Künstler aus Osnabrück, Gewinner des Kunstpreises Osnabrück 2020. Im letzten Jahr war er DaunTown-Atelier-Stipendiat, inzwischen hat er einen der acht festen Atelierplätze in DaunTown inne.

Job Schräder konnte Marvin Knopf zu einem neuen Termin für die Ausstellungseröffnung bewegen, nachdem wegen Corona der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden konnte. So war am Sonntag, dem 27.2.2022 zu gwohnter Tageszeit in der Rathausgalerie in Borgholzhausen die Vernisage. Astrid Schütze, Vorsitzende des Kulturvereins, sprach die Begrüßungsworte und Beate Freier-Bongaertz – selbst DaunTown Künstlerin – führte in das Werk ein. Gut zwei Dutzend Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, endlich wieder einer Ausstellungseröffnung beizuwohnen.

Ausstellung ist bis zum Di. 22.03.2022 verlängert worden!

Der innere Zustand findet intuitiv seinen Ausdruck in der kreativen Gestaltung des Kunstwerkes. In großen Gesten, kleinen Kritzeleien, abwechselnd, überlagernd wird das Befinden des Künstlers in abstrakter Weise umgesetzt. Ursprünglich stammt der Begriff “Zustandsgebundene Malerei” aus der Psychiatrie. Marvin Knopf hat ihn zum Thema seiner Ausstellung gemacht. Die Vorbereitung ist wichtig, da keine Korrektur möglich ist: die Wahl des Untergrundes – hier echtes Leinen ohne Grundierung, der Malmittel – Öl, Acryl, Kreide oder ihre Kombination, des Auftragens – Pinsel, Spachtel, Sprühdose oder direkt aus dem Farbbehälter. Es finden sich Papierfetzen aus Illustrierten. Sie haben gleichen Stellenwert wie Farbe und Linie. Auffallend ist die breite Palette dessen, was allein in einer Arbeit verwendet wird.

Die Ergebnisse der Arbeiten sind Momentaufnahmen ohne thematischen Hintergrund. Entweder haben sie keinen Titel oder wenn, kann er poetisch sein wie “Kommt ein Pferd in die Bar”, “Es ist, was es ist 4”. Man wird auf eine Fährte gesetzt, die keine ist. Oder sachliche Titel wie “Grid 01” mit keiner wirklichen Aussagekraft außer dass in einem Bereich des Bildes Gitter zu sehen sind. Dann schon eher bei manchen Bildern mit eingeklebten Papierfetzen: “Mars” oder “Hackfleisch gemischt”. Es wird ein Begriff, die sich auf diesen Schnipseln befindet, zu Bildtiteln erhoben. Der Arbeitsprozess verselbständigt sich, Musik läuft während des Malens. Der Betrachter muss sich selbst in das Bild hineinfinden.

Astrid Schütze stellt Parallelen zur informellen Malerei von Kroe her. Sie könnte sich vorstellen, dass beide sich gegenseitig etwas hätten geben können, wären sie sich begegnet. Kroe ist aber 1988 gestorben, Marvin Knopf erst 1994 geboren.

Fotos: Ulf Richter

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Beate Freier-Bongaertz

Beate Freier-Bongaertz

Adventskalender
2021 – Tür 16

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„Alltagsdiversitäten“

Die Künstlerin zeigt zwei Arbeiten aus ihrer bekannten Reihe „Alltagsdiversitäten“.

Wieder wurden Druckerzeugnisse, hier Geldscheine aus fernen Ländern, Bestandteile Ihrer Zeichnungen. Peking und Singapur sind die Orte, an die sie uns mitnimmt. Beide kleinformatigen Aquarellzeichnungen zeigen typische Aspekte aus Landschaft, Architektur und Menschen.

Preise: je 320 €

Johann Gnad

Johann Gnad

Adventskalender
2021 – Tür 15

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„Carlotta im Garten, bei Kaffee und Kuchen“

Für besondere Überraschung und Freude sorgt in diesem Jahr die Installation von Johann Gnad: wie die hübsche Carlotta entspannt im Gartencafé sitzt, sich vor der bunten Blumenwiese auf Kaffee und Kuchen freut – diese lebensgroße Installation weckt sicher bei vielen Mitarbeitern und Besuchern des Rathauses Vorfreude auf fröhlicher Zeiten im kommenden Jahr!

Die lebensgroße Frauenfigur mit den anmutig übergeschlagenen Beinen ist dem Künstler perfekt gelungen und die Platzierung vor dem Bild mit der Blumenwiese schafft eine gelungene Sommerathmosphäre.

Preis der Skulptur: 1.200 € Das Bild ist bereits verkauft

Anke Henke

Anke Henke

Adventskalender
2021 – Tür 14

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„Motive aus der Natur“

Drei weitere Blätter der feinen naturalistischen Buntstiftzeichnungen sind im Rathaus zu sehen.

Wieder wählt die Künstlerin Motive aus der Natur und lenkt die Aufmerksamkeit auf oft wenig beachtete Details. Die noch geschlossene Blüte einer Magnolie ist zu sehen oder eine Studie von Blättern einer Buche, deren Schönheit in der Farbe, der Form, der Linien sie präzise herausarbeitet.

Preis: 100, 100, 30 – ein Bild ist bereits verkauft

Gertrud Hoppen

Gertrud Hoppen

Adventskalender
2021 – Tür 13

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„Aus freier Hand”

Auch in diesem Jahr zeigt Gertrud Hoppen beeindruckende Beispiele Ihrer künstlerischen Experimentierfreude. Wie sie selber sagt, hat sie aus freier Hand Acrylfarben auf die Leinwände gespritzt. Nicht nur, dass lebendige,. attraktive Bildkompositionen entstanden, auch überraschend erkennbare Tierfiguren sind aus Sicht der Künstlerin zutage gekommen.

Preis: je 200 €

Fritz Lüker

Fritz Lüker

Adventskalender
2021 – Tür 12

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„Mit Bleistift in Minden-Ravensberg“

So hat der Künstler die vier Zeichnungen genannt.

Fast fotorealistisch auf den ersten Blick erscheinen die Szenen, aber doch mit so viel mehr Tiefe, Licht und Leben gezeichnet. Ein Schäfer mit seiner Herde, ein Pferd hinter knorrigem Zaun in bekannter Nebellandschaft, die geschäftig durch die leere Straße hastende Frau: Immer geben die Bilder das Gefühl, die Landschaft, die Gebäude, die Szenen aus früherer Zeit zu erkennen.

Preis: unverkäuflich