Jost Kobusch – Bergsteiger – Wenn nicht jetzt, wann dann

Eintrittskarte_JostKobuschSchon vor einem Dreivierteljahr lud der Kulturverein den jungen Borgholzhausener Bergsteiger Jost Kobusch ein, über eine seiner Touren zu berichten. Inzwischen wurde Jost zum Weltbekannten Chronist der Geschehnisse bei dem verheerenden Erdbeben in Nepal. Jost, der dieses direkt am Berg miterlebte und nur knapp der tödlichen Lawine entging, hatte die Naturkatastrophe live mit dem zufällig eingeschalteten Mobiltelefon gefilmt. Über die sozialen Medien ging der Film um die Welt.

JKobuschWir haben uns für den Bericht von Jost über ein anderes Projekt entschieden. In Kirgistan verbindet Jost seine Leidenschaft für die Berge der Welt mit einem selbst initiierten sozialen Projekt. Jost wird erzählen, Bilder zeigen und uns ein spannender Gesprächspartner sein.

So wurde die Veranstaltung am 5. November, 19:30 im Museum Borgholzhausen, Freistraße 25 in Borgholzhausen angekündigt. Er hat uns (an die 60 Interessierte) davon erzählt und hat uns seine Leidenschaft für die Berge näher bringen können, ganauso wie sein Engagement, Bewohnern in Kirgisien durch Bergsportprojekte zusätzliche Möglichkeiten für  ihren Lebensunterhalt zu schaffen. Auf seinem Blog schreibt er dzu:

„Wir wollen nachhaltig Arbeitsplätze schaffen indem wir die Gegend zu einem attraktiven Reiseziel für nationale und internationale Kletterer, Naturliebhaber und Abenteurer machen. Wir werden kurze Fels- und Übungsrouten einrichten, den Leuten kostenlos und dauerhaft Klettermaterialen zur Verfügung stellen und einige der Dorfbewohner zu Guides ausbilden. Die von uns ausgebildeten „local guides“ können Kletterer einweisen und sie zum Einstieg führen. Weitere mögliche Einnahmequellen sind Übernachtungen, Versorgung der Gäste, uvm.“

Wenn nicht jetzt, wann dann?
Jost sagt: „Die Kirgisen dachten ich wäre verrückt“. Und:
„Richtig spannend wird es mit Jost Kobusch, einem 22 Jahre jungem Bergsteiger aus dem flachen Norden Deutschlands. Aufgewachsen in Borgholzhausen entwickelte er schon früh eine große Leidenschaft für die Berge und für verrückte Solo-Besteigungen. Im April 2015 wollte er den Lhotse 8516m solo und ohne Sauerstoff besteigen, doch plötzlich fand er sich in einer Lawine im Everest Base camp, inmitten dem Chaos, dass durch das schwere Erdbeben von 7.8 ausgelöst wurde, wieder. Das Video dieses Erlebnisses ging um die Welt, es erzielte gar 22 Millionen Youtube Klicks in einer Woche, doch der Schwerpunkt liegt diesmal woanders. Wenn man einen Traum hat, dann sollte man losziehen und ihn leben, wenn man Angst vorm Scheitern hat und zu lange wartet, dann wird man es nie tun, genau das ist der Leitfaden. Sein Vortrag handelt von magischen Momenten, von düsteren Augenblicken von Erfolg und Misserfolg hauptsächlich in Kirgistan. Fünf Mal überschritt er die Grenze in das Land der Pferde, Hirten und Bergbauern, ein halbes Jahr lebte er unter ihnen. Durch diese Art zu Reisen hat er einen ganz anderen Zugang zur Bevölkerung gefunden und realisiert auch einige Bergsportprojekte die die Lokale Bevölkerung unterstützen. Bei seinen eigenen Projekten dreht es sich darum, Menschen langfristig zu unterstützen und eine weitere Lebensgrundlage durch Bergsport zu schaffen. Dafür brach er diesen Sommer zusammen mit Lisa Hermes auf um neue Routen in der Nähe eines Bergdorfes zu begehen und für den Bergsport einzurichten. Und natürlich dreht es sich auch um einige andere Projekte, einen Berg erstbesteigen und als Weihnachtsgeschenk nach jemandem benennen? ist es möglich einen 7000er im Kirgisischen Winter ganz auf sich alleine gestellt zu bezwingen? Jost hat einige Rezepte parat aber nicht alle haben funktioniert.“

Presseberichte:

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