Arbeitsmigration im Kreis Gütersloh von 1955 bis 1973 – „Ein Koffer voll Hoffnung“

Am 29.Juni wurde im Rathaus in Borgholzhausen die Ausstellung „Ein Koffer voll Hoffnung“ eröffnet. Sie ist bis zum 30. Juli zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

Es ist eine Wanderausstellung des Kreises Gütersloh, der sich anhand einzelner Beispiele mit der Arbeitermigration bis in die siebziger Jahre beschäftigt, die Menschen und ihre Familien aus südeuropäischen Staaten nach Deutschland brachte. Sie kamen als „Gastarbeiter“ und wurden zu Einwanderern, die millionenfach hier ein neues Zuhause fanden und nicht unwesentlich am deutschen Wirtschaftswunder beteiligt waren und  Deutschland zu einem Einwanderungsland gemacht haben.

Es werden die persönlichen Lebenswege dieser Menschen und Familien dokumentiert, für Borgholzhausen durch Carlos Andrade, der vor 43 Jahren im Alter von 23 Jahren mit seiner Frau und Tochter Portugal verließ und hier in Borgholzhausen eine neue Heimat fand.

Astrid Schütze vom Kulturverein Borgholzhausen eröffnete die Veranstaltung, Bürgermeister Klemens Keller referierte über die Arbeitermigration und ihre Bedeutung für die deutsche Wirtschaft und das Zusammenleben der Menschen. Norbert Ellermann, der als Historiker die Fakten zur Ausstellung zusammengetragen und sie gestaltet hatte, erzählte von seinen Besuchen und Gesprächen bei den Menschen. Carlos Andrade und Roman und Pilar Doblado waren als „Betroffene“ bei der Eröffnung anwesend und erzählten in Einzelgesprächen von so manchen Schwierigkeiten, die sich in ihrem neuen Heimatland ergaben.

BIlder zur  Eröffnung von Joseph Schräder:

Info dazu vom Kreis Gütersloh: 0.3_Archiv_Ausstellungsprogramm03

Beitrag vom Haller Kreisblatt vom 30.6.2014: HK_Ein Koffer_voll_Hoffnung

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