Theater Osnabrück – “Aus dem Leben eines Taugenichts”

Am Samstag, dem 29. November 2014 um 19:30 Uhr, gab es im Borgholzhausener Rathaus ein Gastspiel des THEATER OSNABRÜCK. Gezeigt wurde die Inszenierung “Aus dem Leben eines Taugenichts” von Joseph von Eichendorff als Einmann-Inszenierung. Der Schauspieler Jakob Plutte schlüpfte in die verschiedenen Rollen des Stückes, nutzte die räumlichen Gegebenheiten und die Zuschauer improvisierend für seine Belange. „Das Foyer unseres Rathauses lässt sich wunderbar als Bühnenraum nutzen und bietet eine besondere Atmosphäre – großes Theater in unserem kleinen ‚Wohnzimmer‘!“

In der folgenden Bildserie kann man die Stationen der Aufführung nachempfinden. Dazu bitte das Foto von Jakob Plutte mit der Maus anklicken:

4 .. der Taugenichts! ...

Jakob Plutte

Pressereaktionen auf die Veranstaltung:
Dem einen gefällt es: Westfalen-Blatt vom 1.12.2014: Dieser Taugenichts ist kein Verlierer
Dem anderen nicht so: Haller Kreisblatt vom vom 1.12.2014: Wirre Wendungen

Zu der Novelle von Eichendorff kann man in Wikipedia eine Kurzfassung des Inhaltes nachlesen und bekommt zudem eine Interpretation geliefert.

 

Eintrittskarte_Taugenichts

Eintrittskarte ( Foto Uwe Lewandowski)

Bereits am Freitag, dem 28. November, konnten wir, ermöglicht durch eine großzügige Spende der Volksbank Borgholzhausen, Schüler der PAB Gesamtschule zu einer Aufführung dieses Stückes einladen! Wir haben uns sehr über die Chance gefreut, jungen Menschen dieses kulturelle Highlight anbieten zu können und bedanken uns herzlich für die Unterstützung durch die Volksbank Borgholzhausen!

für alle ab 13 Jahren
Für die Bühne bearbeitet von Marie Senf, Anna Werner und Jakob Plutte
Was willst du mal werden? Der Druck steigt. Schon Jahre vor dem Schulabschluss sollen junge Menschen Entscheidungen für eine erfolgreiche, ergebnisorientierte Berufswahl und Ausbildung treffen – um vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Aber fällt nicht gerade diese Gesellschaft allmählich auseinander? Kommt der Einzelne angesichts unendlicher Möglichkeiten und unsicherster Aussichten heute an einen Punkt, an dem die Verweigerung zum neuen Prinzip wird? Joseph von Eichendorffs Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts, fertig gestellt 1822/23 und erstmals 1826 veröffentlicht, beschreibt die Welt aus der Perspektive eines namenlosen jungen Mannes, der nirgendwo hineinzupassen scheint. Vom Vater aus dem Haus geworfen, begibt er sich auf eine Reise, die ihn nach Rom und zurück und schließlich sogar in die Arme seiner geliebten „allerschönsten Frau“ führt. Ist jetzt alles klar für die Zukunft?

Pressestimmen:

Ankündigung im Haller Kreisblatt vom 8.11.2014: Der Taugenichts im Rathaus

NOZ-Online, 31.10.2013
„Obwohl Plutte die 1822/23 von Josef von Eichendorff fertiggestellte Novelle als Ein-Mann-Stück aufführte, schienen die vielen unterschiedlichen Charaktere im Klassenzimmer anwesend zu sein. Mal steht der Taugenichts vorne, dann wiederum ist der Onkel da oder die zickige Kammerzofe der gnädigen Frau mit ihrer schrebbeligen Stimme. Ein buckliger Mann mit römischer Hakennase taucht auf, und zwischendurch taumelt ein betrunkener Künstler durch die Tischreihen. Allein mit seiner Stimme, mit Mimik, Gestik und ein paar Requisiten wie alten Holzstühlen, einer großen Brille, dem Overhead-Projektor und Seifenblasen gelingt es Plutte, sein junges Publikum zu fesseln. Während er durch die Reihen geht oder sich von Tisch zu Tisch schwingt und die Nähe zu den Schülern sucht, entsteht die Atmosphäre, die der ganzen Aufführung ein besonders Flair verleiht.“

Elisabeth Tondera, Lingener Tagespost, 9.4.201                                                „Jakob Plutte schlüpft in alle Rollen und ist dabei so überzeugend, dass die Zuschauer, die er in das Spiel einbezieht, ihm das geliebte Mädchen, die kreischende Kammerzofe, den verrückten Maler und die Passanten auf den Straßen Roms abnehmen, […] Dieser leichtfüßig von Anna Werner inszenierte Klassiker zeigt, was Theater bieten kann: beste Unterhaltung auf hohem Niveau, Lustiges und Nachdenkliches und schauspielerische Leistung erster Klasse.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 30.10.201                                                              „Basierend auf Joseph von Eichendorffs (1788 – 1857) romantischer Novelle arbeiteten Regisseurin Anna Werner, Dramaturgin Maria Senf und Taugenichts-Darsteller Jakob Plutte den zeitlosen Stoff über den liebenswerten Traumtänzer um zu einem 70-minütigen Einpersonenstück für ein Publikum ab 13 Jahren. […] Aufbruch, das Hinterfragen von Lebensentwürfen, offen sein für neue Erfahrungen – der Eichendorff-Stoff hat auch in der heutigen Zeit nichts von seiner Aktualität verloren. In Jakob Puttws hinreißender Darstellung schien der Taugenichts denn auch wie aus der Zeit gefallen. Schilderte er etwa den Weg gen Italien als echt Eichedorff’sche Reise mit Postkutsche und Postillon, holten Einlagen mit Handy, Gitarrenspiel, Ghettoblaster oder vom Vetnilator durch den Raum gepustete Seifenblasen die Handlung schnell wieder in die Gegenwart zurück. Dazwischen kamen als Requisiten schultypische Gegenstände wie Tafel, Stühle oder Projektor zum Einsatz, während eine geheime Botschaft als Stille-Post-Einlage das jugendliche Publikum aktiv ins Spiel einbezog.“

Ort: Rathaus Borgholzhausen, Schulstr. 5
Wann: Samstag, 29. November 2014,  19:30 Uhr
Eintritt: 9 Euro Karten erhältlich im Vorverkauf bei der Volksbank Borgholzhausen, der Kreissparkasse Borgholzhausen und telefonisch bei Anke Wienke (05425/1834 AB-lange klingeln lassen!) und Restkarten an der Abendkasse

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