Burkhard Engel – Jüdische Satiren

Am 31.3.2017 gastierte wieder Burkhard Engel in unserer Stadt. Er trat um 19:30 Uhr im Kultur- und Heimatmuseum, Freistraße 25 auf. Die Zuschauer hörten Texte, Lieder und Gedichte zu dem Thema:

Jüdische Satiren – Ein literarisch-musikalischer Abend.

„Mit Lesung und Rezitation, Gitarre und Gesang lädt Burkhard Engel vom Erbacher Cantaton Theater ein zu einer vergnüglichen Begegnung mit Satiren jüdischer Autoren.
Alle Satiriker brauchen ein außergewöhnliches Gespür dafür, die Paradoxien des Lebens aufzuspüren und zu beschreiben. Es scheint so zu sein, dass unter den jüdischen Autoren besonders viele mit dieser delikaten Fähigkeit begabt sind. Treffsicher, geistvoll und ironisch über eigene und fremde Schwächen lachen zu können – das unterhält und hilft zugleich manche Kränkung zu parieren oder wenigstens zu ertragen.
Das traditionelle jüdische Leben, bezogen auf die Schrift und die Herausforderung ihre richtige Auslegung zu finden, bot immer schon eine Chance den Geist zu schulen mit feinen Überlegungen, mit hintergründigen Interpretationen und Differenzierungen und auch mit der Notwendigkeit Widersprüche zu beleuchten und vielleicht aufzulösen.
Die gut bekannte Tradition ist Folie, gemeinsamer Bezugsort und Themenpool ebenso für Heinrich Heines Geschichte von seinem Hauswirt, der von schönen biblischen Frauen träumt, wenig toleriert von seiner eifersüchtigen Gattin, wie für Kishons Schilderung einer jüdischen Pokerpartie am Fuße des Berges Sinai, wo man gemeinsam auf Moses‘ Rückkehr wartet.
Doch auch das bürgerliche, nichtreligiöse, aufgeklärte Leben bietet genug Stoff für Satiren, ob es um das Leben eines Schriftstellers geht oder um die Liebe. Alfred Polgar, Wolfgang Hildesheimer, Ephraim Kishon, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky und Heinrich Heine schreiben darüber mit Schlagfertigkeit und wunderbarer Ironie.“

 

Der Eintrittspreis betrug 8 Euro. Das Geld war für einen unterhaltsamen Abend sehr gut angelegt. Die Texte waren teilweise bissig, aber auch die dichterische Ausdrucksweise beispielsweise eines Heinrich Heines war schon bemerkenswert.

Presseberichte:

Poetry Slam – Poetischer Wettstreit auch dieses Jahr

Am 17. März 2017 um 19:30 Uhr fand in der Aula der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Borgholzhausen, Osningstraße 14, wieder ein Poetry Slam statt. Der Wettkampf wurde von Marc Oliver Schuster, bekannt als die Katze, begleitet. Er leitete den Workshop, in dem die Schüler ihre Texte verfassten und das Vortragen probten, und moderierte schließlich auch die Veranstaltung.

18 Schüler hatten sich gefunden und traten wie letztes Jahr in drei Altersstufen an. Einige bekannte Gesichter aus dem Vorjahr, aber auch neue Gesichter zeigten diesmal ihr Können. Jeder hatte 6 min. Zeit für seinen Vortrag und wurde mit Applaus begrüßt und nach dem Vortrag mit Applaus belohnt. Im Publikum gab es sechs Gruppen, die mit Punktekarten von 1 bis 10 die Vorträge bewerteten.

Gruppenfoto der Teilnehmer 2016

Teilnehmer 2017

An dem Projekt waren wieder beteiligt:

  • die KSK Kreissparkasse Halle, deren finanzielle Unterstützung diese Veranstaltung ermöglicht,
  • die PAB Peter-Augst-Böckstiegel Schule, die offen und interessiert ist an besonderen Projekten,
  • Marc-Oliver (Katze) Schuster, der geniale Texter und Schüler-Workshopper!
  • und der Kulturverein Borgholzhausen e. V.

Wikipedia sagt zu dem Begriff Poetry Slam:

„Poetry Slam setzt sich zusammen aus den englischen Substantiven poetry („Dichtung“) und slam. Das Verb slam bedeutet etwa „zuschlagen, zuknallen; jemanden ins Gesicht schlagen“. Im Sport bezeichnet slam auch einen Volltreffer (Slam Dunk) oder ein wichtiges Turnier (Grand Slam). Alltagssprachlich wird slam auch für „scharfe Kritik“ verwendet; im US-amerikanischen Slang steht es für „jemanden runtermachen, vernichtend schlagen“. Im Wörterbuch Black American English findet sich unter dem Stichwort „slam“ erstmals 1994 die Erklärung: „competitive performance“. Marc Kelly Smith, Gründer des ersten Poetry Slams und selbsternannter Slampapi, will die Bezeichnung Poetry Slam eingefallen sein, als ihn ein Journalist am Telefon nach dem Namen seines neuen Veranstaltungsformats fragte, während Smith gerade ein Baseball-Spiel im Fernsehen ansah.“

Presseberichte:

Schattentheater – Aschenputtel / Siddhartha

Am Freitag, dem 11.11.2016 gastierte das Schattentheater „Theater der Dämmerung“ aus Leichlingen (im Rheinland gelegen zwischen Düsseldorf und Koln) im Kultur- und Heimatmuseum, Freistraße 25 in Borgholzhausen mit gleich zwei Aufführungen.

  • Um 16 Uhr gab es die Vorstellung „Aschenputtel“ für Kinder ab 3 1/2 Jahren und Erwachsene. Der Eintrittspreis betrug 4 €.

Eintrittskarte Aschenputtel Einen Nachklang von der Vorstellung kann man mit folgendem Trailer gewinnen:

  • Um 19:30 Uhr folgte das Schattenspiel „Siddhartha“, einmal anders erzählt. Es ist eine indische Dichtung von Hermann Hesse, hier von Friedrich Raad als Schattenspiel konzipiert. Es richtet sich an Menschen ab 14 Jahre. Der Eintrittspreis betrug 6 € (ermäßigt 4 €)

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Presseberichte:

Theaterlabor – Varieté – Die Goldenen Zwanziger Jahre

Am Samstagabend, dem 5.11.2016 traten in Rathausfoyer in Borgholzhausen Schauspieler vom Theaterlabor in Bielefeld zusammen mit einheimischen Gastkünstlern auf und entführten die rund 60 Besucher in einer Varieté-Veranstaltung in die „Goldenen Zwanziger“.

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Mit dem Porjekt Stadtflucht (2016) möchte das Theaterlabor „Stadt und Land mittels der Kultur verbinden. Dazu „flieht“ das Ensemble (…) aus der Stadt in ländlich geprägte Regionen in OWL.“ In diesem Rahmen gibt es drei verschiedene Inszenierungen, eine davon ist Varieté. Dazu wird gesagt:

„Unsere Entdeckungsreise führt uns diesmal in die Welt der VARIETÉ-Theater und des Cabarets – die Welt des Verruchten, des sinnlichen Vergnüglichen, der grenzenlosen Freiheit des Exotisch-Erotischen. Vom VARIETÉ inspirieren lassen bedeutet für uns, sich der Spiellaune der entfesselten Bühne ganz hinzugeben: Wir haben Lust zu tanzen, zu singen und Musik zu machen – und präsentieren ein Programm, das eine neue Farbe ins TOR 6 Theaterhaus bringt.

Das erste VARIETÉ-Programm des Theaterlabors orientiert sich an der aufgeregten Zeit vor 110 Jahren. Wir zeigen die neuesten Errungenschaften aus der medialen Welt der Photographie und des Films, den Beginn des Ausdruckstanzes, der futuristischen Musik und ergötzen uns an wortgewaltigen Prosa- und Lyrikergüssen. Wir begegnen Mata Hari und Else Lasker-Schüler, Erich Mühsam und René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, Asta Nielsen und Marinetti.

Vom VARIETÉ inspiriert bringen wir Prosa, Poesie und Persönliches aufs Podium und evozieren den zerstörerischen Zeitgeist des Expressionismus. Doch keine Angst – wir wollen ja nur spielen …“

Neben den Schauspielern Alina Tinnefeld, Lukas Pergande, Yuri Birte Anderson und Michael Grunert von Team Varieté stellte Cornelia Eickhof das Gedicht „Ein Skelett liebt ein Skelett“ vor und Alexander Heim trug mehrere Stücke mit Gitarrenbegleitung vor, beide aus Borgholzhausen. Franziska Röchter aus Verl präsentierte weitere Gedichte.

Presseberichte:

Günter Grass – „Fundstücke“

Ganze Stöße kostbarer Papiere

Am Sonntag, dem 28.2.2016 wurde um 18 Uhr die Ausstellung Günter Grass – „Fundsachen“ in der Rathausgalerie, Schulstr. 5 in Borgholzhausen vor etwa 50 Gästen eröffnet.

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Die Begrüßungsworte  sprach Astrid Schütze, Vorsitzende des Kulturvereins Borgholzhausen.

Die Einführung hielt Prof. Dr. Volker Neuhaus, der „Doyen der Grass-Forschung“.

Bei dem hier gezeigten handelt es sich um eine Auswahl von Reproduktionen von Dokumenten aus dem Archiv des Schriftstellers, das in der Berliner Akademie für Künste aufbewahrt wird. Es wird ein Eindruck in Günter Grass‘ Schaffensprozess vermittelt.

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Josef Schräder, der die Ausstellung initiiert hat, mit den Dokumenten

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Poetry Slam – Borgholzhausen

Am 19.2.2016 um 19:30 Uhr fand in der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Borgholzhausen, Osningstraße 14, ein Poetry Slam statt. Die Veranstaltung war mit über 150 Personen sehr gut besucht. Einlass war ab 18:30 Uhr. Eintritt 2 € für Schüler und 3 € für Erwachsene.

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„Ein Dichterwettstreit oder Poetry Slam ist ein Wettbewerb, bei dem in diesem Fall die Schüler der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule ihre selbstverfassten Texte vortragen. Das Publikum bestimmt den/die Gewinner/in des Abends.“

Es sind Schüler der PAB, die da eigene Texte vortragen. Es sind Schüler ganz verschiedenen Alters. Alle konnten in einem intensiven Workshop mit Marc Oliver Schuster ( siehe auch: Lectora – Der Poetry-Slam-Verlag aus der Szene für die Szene)  in das Texten und Vortragen einsteigen.  Die Schüler sind so begeistert und gut, dass es wohl nicht, wie geplant, 10 Teilnehmer sein werden, sondern alle 16 aus der letzten Schulrunde.

Am letzten Tag des Workshops hatten Jürgen Höcker und Wiebke Becker von der Sparkasse Borgholzhausen die Gelegenheit, einige Texte zu hören. Auch Manfred Warias und Astrid Schütze vom Kulturverein Borgholzhausen wollten unbedingt einen ersten Eindruck bekommen. Sowohl die Sponsoren für diese tolle Veranstaltung, als auch die Initiatoren waren begeistert von den Texten und den Schülern der Peter-August-Böckstiegel Schule!

Die 16 Schüler, die ihre Beiträge vortrugen, kommen aus den Klassen 5 – 13. Sie waren in 3 Alterstufen eingeteilt. Aus jeder Gruppe wurde von Zuschauern im Publikum der beste per Punktekarten ermittelt. Dazu wurden 7 Kartensätze ins Publikum verteilt. Auf Zuruf wurden die Ergebnisse gleichzeitig hochgehalten. Das beste und schlechteste Ergebnis wurde gestrichen.

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Ingo Börchers – Ferien auf Sagrotan

Am 11. September um 19:30 Uhr gab es die Kabarettveranstaltung mit Ingo Börchers: Ferien auf Sagrotan. Wegen der starken Nachfrage (etwa 300 Gäste) fand die Veranstaltung nicht im Bürgerhaus, sondern in der Aula der PAP-Gesamtschule in Borgholzhausen statt. Sie war das Ergebnis der Zusammenarbeit der VHS Ravensberg mit dem Kulturverein Borgholzhausen

Ankündigung bei der VHS Ravensberg:

„Ingo Börchers ist bekennender Hypochonder. Aber multitaskingfähig. Das heißt, er kann vor mehreren Krankheiten gleichzeitig Angst haben. Denn er weiß, sie lauern überall: Pilze und Bakterien, Viren und Parasiten, Sporen und Schmarotzer. Darum wäscht er sich täglich mehrmals die Hände. Wenn nicht mit Seife, so doch in Unschuld. Und damit ist er nicht allein. Wir wollen ein Leben ohne Nebenwirkungen. Nach uns der Beipackzettel. Keimfreiheit lautet das Gebot der Stunde. Im Krankenhaus und in der Pflege, am Geldautomaten und in der Politik. Nachdem der kritische Kommentator des Google-Zeitalters (WDR) auf der Datenautobahn aufgeräumt hat, widmet er sich in seinem neuen Kabarett-Solo nun einer alternden Gesellschaft, die kein Risiko mehr eingehen will. Ferien auf Sagrotan. Witzig. Intelligent. Fundiert.“

Presseberichte:

Dr. Burkhard Engel – Ein Abend mit Wilhelm Busch

Dem Kulturverein Borgholzhausen ist es auch in diesem Jahr gelungen, Dr. Burkhard Engel vom Cantaton Theater Erbach zu einem Gastauftritt ins Museum an der Freistraße einzuladen.

Nachdem er im letzten Jahr vor ausverkauftem Haus einen „Abend der komischen Lyrik“ vorgetragen hat, hat er er uns in diesem Jahr am 13. März 2015 einen „Abend mit Wilhelm Busch“ angeboten. Wie erwartet war es wieder ein kurzweiliger Abend mit Liedern, Gedichten und Prosa, dem gut 40 Gäste gerne lauschten.

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Pressebericht:

Poetry Slam in Borgholzhausen – Generalprobe

Am 6. März fand abends im Rathaus die Poetry Slam Borgholzhausen – Generalprobe statt!

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Exif_JPEG_PICTURE Die Teilnehmer am Wettstreit von links: Elsa Lawson, Peter Schumacher (Lehrer), Erik Heilers, Skrollan Capteyn, Linus Zimmerer, Rebecca Rötger, Kim Sander, Michel Pauels und Gabriel Pauels, Marc-Oliver Schuster (leider verdeckt), Florian Wintels und Niko Sioulis

Schüler der PAB-Gesamtschule traten in diesem Dichterwettstreit, nach einem ersten kurzen Workshop in der Schule, gegen erfahrene und erfolgreiche Wettstreiter an. In dem Workshop wurden die Schüler von Marc Schuster, einem erfahrenen Poetry Slamer (Video bei Youtube – bitte anklicken), auf den heutigen Abend vorbereitet. Er übernahm die Moderation, erklärte kurz, was Poetry Slam ist und wie die Bewertung der einzelnen Beiträge durch das Publikum abläuft. Als erster stimmte Florian Wintels, der letztes Jahr den Hörsaalslam der Universität Bielefeld gewann  (Video bei YouTube – bitte anklicken)., die gut 70 Gäste mit seinem Beitrag „Scheiß drauf“ auf den Abend ein. Die Beiträge waren spannend, vielfältig und sehr unterhaltsam. Die Schüler konnten mit ihren teilweise ernsten, aber auch lustigen Beiträgen, gut mit den „Profis“ mithalten. Gewonnen hat den Wettstreit Gabriel, der kleinste in der Runde mit einem sehr pfiffigen Beitrag über Pokemon-Monster. Wir freuen uns, dass Piumer jeden Alters zu der Veranstaltung kamen!

Diese Veranstaltung war die Generalprobe für den großen Slam im Frühjahr 2016 , den 1. offizielle Poetry Slam in Borgholzhausenl.

Das Projekt mit Unterrichtseinheit und öffentlichem Abend wurde finanziell ermöglicht von der Kreissparkasse Halle. Vielen Dank dafür!

Veranstaltung bei Facebook!

Pressebericht:

Theater Osnabrück – “Aus dem Leben eines Taugenichts”

Am Samstag, dem 29. November 2014 um 19:30 Uhr, gab es im Borgholzhausener Rathaus ein Gastspiel des THEATER OSNABRÜCK. Gezeigt wurde die Inszenierung “Aus dem Leben eines Taugenichts” von Joseph von Eichendorff als Einmann-Inszenierung. Der Schauspieler Jakob Plutte schlüpfte in die verschiedenen Rollen des Stückes, nutzte die räumlichen Gegebenheiten und die Zuschauer improvisierend für seine Belange. „Das Foyer unseres Rathauses lässt sich wunderbar als Bühnenraum nutzen und bietet eine besondere Atmosphäre – großes Theater in unserem kleinen ‚Wohnzimmer‘!“

In der folgenden Bildserie kann man die Stationen der Aufführung nachempfinden. Dazu bitte das Foto von Jakob Plutte mit der Maus anklicken:

4 .. der Taugenichts! ...

Jakob Plutte

Pressereaktionen auf die Veranstaltung:
Dem einen gefällt es: Westfalen-Blatt vom 1.12.2014: Dieser Taugenichts ist kein Verlierer
Dem anderen nicht so: Haller Kreisblatt vom vom 1.12.2014: Wirre Wendungen

Zu der Novelle von Eichendorff kann man in Wikipedia eine Kurzfassung des Inhaltes nachlesen und bekommt zudem eine Interpretation geliefert.

 

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Eintrittskarte ( Foto Uwe Lewandowski)

Bereits am Freitag, dem 28. November, konnten wir, ermöglicht durch eine großzügige Spende der Volksbank Borgholzhausen, Schüler der PAB Gesamtschule zu einer Aufführung dieses Stückes einladen! Wir haben uns sehr über die Chance gefreut, jungen Menschen dieses kulturelle Highlight anbieten zu können und bedanken uns herzlich für die Unterstützung durch die Volksbank Borgholzhausen!

für alle ab 13 Jahren
Für die Bühne bearbeitet von Marie Senf, Anna Werner und Jakob Plutte
Was willst du mal werden? Der Druck steigt. Schon Jahre vor dem Schulabschluss sollen junge Menschen Entscheidungen für eine erfolgreiche, ergebnisorientierte Berufswahl und Ausbildung treffen – um vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Aber fällt nicht gerade diese Gesellschaft allmählich auseinander? Kommt der Einzelne angesichts unendlicher Möglichkeiten und unsicherster Aussichten heute an einen Punkt, an dem die Verweigerung zum neuen Prinzip wird? Joseph von Eichendorffs Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts, fertig gestellt 1822/23 und erstmals 1826 veröffentlicht, beschreibt die Welt aus der Perspektive eines namenlosen jungen Mannes, der nirgendwo hineinzupassen scheint. Vom Vater aus dem Haus geworfen, begibt er sich auf eine Reise, die ihn nach Rom und zurück und schließlich sogar in die Arme seiner geliebten „allerschönsten Frau“ führt. Ist jetzt alles klar für die Zukunft?

Pressestimmen:

Ankündigung im Haller Kreisblatt vom 8.11.2014: Der Taugenichts im Rathaus

NOZ-Online, 31.10.2013
„Obwohl Plutte die 1822/23 von Josef von Eichendorff fertiggestellte Novelle als Ein-Mann-Stück aufführte, schienen die vielen unterschiedlichen Charaktere im Klassenzimmer anwesend zu sein. Mal steht der Taugenichts vorne, dann wiederum ist der Onkel da oder die zickige Kammerzofe der gnädigen Frau mit ihrer schrebbeligen Stimme. Ein buckliger Mann mit römischer Hakennase taucht auf, und zwischendurch taumelt ein betrunkener Künstler durch die Tischreihen. Allein mit seiner Stimme, mit Mimik, Gestik und ein paar Requisiten wie alten Holzstühlen, einer großen Brille, dem Overhead-Projektor und Seifenblasen gelingt es Plutte, sein junges Publikum zu fesseln. Während er durch die Reihen geht oder sich von Tisch zu Tisch schwingt und die Nähe zu den Schülern sucht, entsteht die Atmosphäre, die der ganzen Aufführung ein besonders Flair verleiht.“

Elisabeth Tondera, Lingener Tagespost, 9.4.201                                                „Jakob Plutte schlüpft in alle Rollen und ist dabei so überzeugend, dass die Zuschauer, die er in das Spiel einbezieht, ihm das geliebte Mädchen, die kreischende Kammerzofe, den verrückten Maler und die Passanten auf den Straßen Roms abnehmen, […] Dieser leichtfüßig von Anna Werner inszenierte Klassiker zeigt, was Theater bieten kann: beste Unterhaltung auf hohem Niveau, Lustiges und Nachdenkliches und schauspielerische Leistung erster Klasse.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 30.10.201                                                              „Basierend auf Joseph von Eichendorffs (1788 – 1857) romantischer Novelle arbeiteten Regisseurin Anna Werner, Dramaturgin Maria Senf und Taugenichts-Darsteller Jakob Plutte den zeitlosen Stoff über den liebenswerten Traumtänzer um zu einem 70-minütigen Einpersonenstück für ein Publikum ab 13 Jahren. […] Aufbruch, das Hinterfragen von Lebensentwürfen, offen sein für neue Erfahrungen – der Eichendorff-Stoff hat auch in der heutigen Zeit nichts von seiner Aktualität verloren. In Jakob Puttws hinreißender Darstellung schien der Taugenichts denn auch wie aus der Zeit gefallen. Schilderte er etwa den Weg gen Italien als echt Eichedorff’sche Reise mit Postkutsche und Postillon, holten Einlagen mit Handy, Gitarrenspiel, Ghettoblaster oder vom Vetnilator durch den Raum gepustete Seifenblasen die Handlung schnell wieder in die Gegenwart zurück. Dazwischen kamen als Requisiten schultypische Gegenstände wie Tafel, Stühle oder Projektor zum Einsatz, während eine geheime Botschaft als Stille-Post-Einlage das jugendliche Publikum aktiv ins Spiel einbezog.“

Ort: Rathaus Borgholzhausen, Schulstr. 5
Wann: Samstag, 29. November 2014,  19:30 Uhr
Eintritt: 9 Euro Karten erhältlich im Vorverkauf bei der Volksbank Borgholzhausen, der Kreissparkasse Borgholzhausen und telefonisch bei Anke Wienke (05425/1834 AB-lange klingeln lassen!) und Restkarten an der Abendkasse