Johan Sol – strukturierter UNSINN

Am Sonntag, dem 15.10.2017 zeigte der Kulturverein Borgholzhausen in einer Ausstellungseröffnung strukturierten Unsinn über Wesen und andere Menschen, die man noch nicht gesehen hat. Verzapft hat diesen Unsinn Johan Sol.
Wer wissen wollte, was sich dahinter versteckt, der konnte sich in der Rathausgalerie in Borgholzhausen einen Eindruck verschaffen. Wer den Termin nicht wahrnehmen konnte, der kann das bis zum 29.11.2017 zu den Öffnungszeiten des Rathauses nachholen. Es lohnt sich! Es ist angebracht, sich etwas Zeit mitzubringen.

Die Begrüßung erfolgte durch Astrid Schütze, Vorsitzende des Kulturvereins.

Die einführenden Worte zur Ausstellung sprach Barbara Remmert vom Gütersloher Künstlerkreis.

Der Künstler, gebürtiger Niederländer, studierte Grafik und war Chefdesigner bei der Königlichen Niederländischen Textilunion. Danach war er bei der Firma Vossen in Gütersloh tätig. Später machte er sich selbstständig als Designer von Teppichkunst. Im Ruhestand fand er keine Ruhe und begann, strukutrierten Unsinn zu schaffen. Frido Jacobs vom Gütersloher Kunstverein sagte dazu : „Hier wurde die alte Tradition, Bild und Wort miteinander zu kombinieren, wieder aufgenommen. Die Arbeiten besitzen eine spielerische Anmutung. Karikaturen, die weder zynisch noch boshaft sind. Ein herrlicher Unsinn.“

 

Presseberichte:

Autorenlesung „Capitán Vadell und die Stasi“ Kriminalroman von Dr. Günther Fischer

Am Freitag, dem 27.10.2017 findet im Museum in Borgholzhausen, Freistraße 25, eine Autorenlesung statt:

Dr. Günther Fischer stellt seinen Kriminalroman „Capitán Vadell und die Stasi“ vor.

Günther Fischer                                     Foto: © 2017 Gisela Fischer

Beginn: 19 Uhr, Eintritt 3 € (an der Abendkasse)

Dr. Günther Fischer (Jahrgang 1951) ist promovierter Medienwissenschaftler und hat viele Jahre als Fernsehjournalist für ARD und ZDF gearbeitet. 1997 machte er sich selbständig und produzierte Industriefilme und Medien für den internationalen Markt. Später entdeckte er für sich auch das Buch als ein geeignetes Ausdrucksmittel und begann zuerst mit Kurzgeschichten.
Zur Zeit arbeitet er an einer Krimireihe um den malorquinischen Ermittler Capitán Vadell. Mallorco ist ihm durch viele Besuche seit den 60er Jahren vertraut. Er hat dort auch persönliche Kontakte, die ihm Einblicke in malorquinische Polizeiarbeit ermöglichen. Andererseits hat er in Berlin-Hohenschönhausen einen Zeitzeugen kennengelernt, der als Stasi-Sträfling Haft und Folter ertragen musste, und darüber hinaus Experimente mit Psychopharmaka erleiden musste. Beide Seiten, auf detailierte Recherche aufbauend, bringt er in seinem Roman zusammen. Er schreibt zum Buch:

„Capitán Pedro Vadell war in Madrid Verbindungsbeamter zum BKA, hat gegen das organisierte Verbrechen ermittelt und ist froh, wieder in seiner ruhigen mallorquinischen Heimat zu sein. Er arbeitet bei der Mordkommission der Guardia Civil in Palma. Aber von Ruhe keine Spur:
Denn mit dem Tourismus kamen nicht nur harmlose Besucher auf die ehemalige »Insel der Stille«.

Der Besuch seiner Freunde, die mit ihm Mallorca kennenlernen wollen, verheißt ein paar entspannte Tage. Aber der Unfall eines deutschen Urlaubers aus Porto Cristo macht seinem eigenen Kurzurlaub ein jähes Ende.

Stattdessen sieht er sich mit bisher für ihn unbekannten Machenschaften der Stasi konfrontiert. Die Stasi? Jahre nach der Wende? Auf Mallorca?
Ein aufwendig recherchierter und anspruchsvoll geschriebener Thriller, der Politik, jüngste deutsche Geschichte, menschliche Schicksale und den klassischen Kriminalroman auf eine Weise verbindet und schildert, die die Leser nicht mehr loslässt. Die Geschichte beruht auf Tatsachen.“

Ablauf der Lesung:

  • Kurzer Powerpointvortrag über die Stasi.
  • Lesung Teil eins.
  • Pause
  • Kurzer Film: Lernen Sie die Orte der Handlung und den »echten Capitán Vadell« kennen.
  • Lesung Teil zwei.
  • Fragerunde mit dem Autor, Kauf- und Signierrunde.

Presseberichte:

Angelika Flaig – Widerschein der Steine

Am Sonntag, dem 3. September 2017 lud der Kulturverein Borgholzhausen wieder zu einer Vernissage ein: Die Künstlerin Angelika Flaig stellt Arbeiten unter dem Titel „Widerschein der Steine“ aus.Dier Eröffnung war um 11:15 Uhr in der Rathausgalerie in Borgholzhausen.

Astrid Schütze, Vorsitzende des Kulturvereins, begrüsste die Künstlerin und die Gäste und gab einen kurzen Lebensüberblick über Angelika Flaig.

Zur Einführung sprach die Künstlerin. Sie stellte das Steindruckverfahren (Lithografie) vor. Es wurde 1798 von Alois Senefelder erfunden und ist ein Flachdruckverfahren (Farbe führende und nicht führende Schicht sind in einer Ebene), das seit dem 19. Jahrhundert  zur meist angewendeten Drucktechnik gehörte (heute durch die Offsetdruck abgelöst). Es ermöglichte die Herstellung von mehrfarbigen Drucken, die preislich für eine sehr viel größeren Bevölkerungsgruppe erschwinglich war (davor eigentlich nur für Adlige, reiche Bürger oder den Klerus). Auf die völlig plan geschliffenen Steine kann mit allen möglichen Stoffen, die fetthaltig sind, bildliche Darstellungen aufgetragen werden. Abschließend muss der Stein mit einer Salpetersäure haltigen Ätze behandelt werden. Die Technik verlangt sehr viel Fachwissen, weshalb oft Künstler ihre Arbeiten von einem Lithografen weiterverarbeiten lassen. Sie selbst führt alle Schritte bis zur Fertigstellung selbst durch, da sie dadurch alles selbst steuern und beeinflussen kann. Ihre Arbeiten sind alles Unikate, keine gleicht der anderen. Ihre Druckstöcke hebt sie auf in einem „Druckstockarchiv“. Deshalb findet man in ihren Werken auch immer wiederkehrende  Motive, d.h. der gleiche Druckstock findet in unterschiedlichen Zusammenhängen wiederholt Verwendung. Andererseits sammelt sie auch Probedrucke und verwendet sie in Collagagen.

Angelika Flaig trug ein Gedicht von Immanuel Weißglas vor, das sie als inspirierend für ihre Arbeit empfindet:

MONDQUELLE

ENTSPRINGE, NASSER
MOND, IM GEMÄUER:
EINE QUELLE WASSER,
EINE QUELLE FEUER.

IM MOOS, IM SANDE,
UND FELSGEBOREN,
GEHT IHR IM LANDE,
MONDTROPFEN, VERLOREN.

DIE TAGE FLIESSEN,
IM TRÄNENFERNE,
UND NÄCHTE VERGIESSEN
DIE TRÄNENSTERNE.

DASS WANGENBLASSER
DEIN ANTLITZ MIR BLIEBE:
EIN SPRUCH WASSER,
EIN SPRUCH LIEBE.

Einige Fotos zur Ausstellung:

 

Die Ausstellung kann vom 3.September bis zum 12. Oktober zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.

Kürzlich wurde Angelika Flaig in Stuttgart von der Kunststiftung Sabine Hoffmann für ihr Lebenswerk geehrt. Informationen über die Künstlerin könnt ihr auf ihrer Hompage angelika-flaig.de erhalten.

Leider kann das angekündigte kleine Konzert der klassischen Akkordeon-Künstlerin Nancy Laufer aus Berlin nicht stattfinden, da sie aus familiären Gründen an diesem Tag verhindert ist. Schade!

Presseberichte:

 

Feuerabend im Steinbruch

Am Freitag, dem 1.9.2017 kommt ab 19 Uhr in den Steinbruch! Fiddi (Elfriede Schildmann)s großartige Idee: Wir treffen uns, sitzen am Feuer, wer kann und mag, musiziert. Wir schauen in die Flammen und freuen uns an der Illumination der Felswände, philosophieren vor uns hin und genießen das Leben … (Würstchen und Getränk dabei).

Diesem Aufruf kamen mehr als 60 Menschen nach. Das Wetter spielte mit. Nach dem Regen am Nachmittag war alles wieder trocken. Die Temperaturen passten durchaus. Wem es nicht warm genug war, konnte näher an das Feuer rücken, das in einer großen Feuerschale genug Wärme abgab.

Familie Schäfer sorgte für Getränke und Essen, alle waren also bestens versorgt.

Feuer, Gespräche und Musik brachten die Menschen einander näher. Einige hatten ihre Musikinstrumente, sogar eine ganze Truhe mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten mitgebracht, in der Mundorgel fand man Lieder zum gemeinsamen Singen. Alexander Heim trug mit seiner Gitarre und seinem Gesang sehr zum Gelingen des Abends bei. Er konnte viele Liederwünsche erfüllen und unterstützte andere bei dem Vortrag ihrer Lieder. Etwas später kam Medo Al Tewini und spielte einige Solostücke auf seiner Laute aus seiner syrischen Heimat. Allmählich wurde es dunkel und der Schein des Feuer zusammen mit der Beleuchtung am Felshang tauchte den Steinbruch in einen stimmungsvollen Gesamtklang.

Ein gelungener Abend. Dank an Elfriede Schildmann mit ihrer Idee und alle, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

Hier noch einige Impressionen zu diesem Abend:

Hier noch ein musikalischer Beitrag zu fortgeschrittener Stunde:

 

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Skulptur-Projekte Münster

Wir konnten Christiane Hoffmann für Samstag, 26.8. gewinnen, uns eine Führung in Münster anzubieten. Vormittags hin, späteren Nachmittag zurück. Kosten inklusive Anreise mit einem Bus betrugen 20 Euro. Mehr als 20 Personen hatten sich angemeldet.
– Abfahrt um 9.30 Uhr am Museum in Borgholzhausen
– Rückfahrt um ca. 16 Uhr in Münster

FOTO: EKKEHARD HUFENDIEK (Siehe Artikel im Haller Kreisblatt)

Hier von Joseph Schräder einige Aufnahmen zur Veranstaltung in Münster:

Presseberichte:

Siehe folgende Links:

Kulturfrühstück 2017

Auch dieses Jahr wurde wieder zum Kulturfrühstück eingeladen. Dieses Mal fand das unterhaltsame Beisammensein am 23.7.2017 im Heimatmuseum statt. Anke Wienke hatte wieder alles mit viel Sorgfalt vorbereitet. Vielen Dank!

Etwa 50 Mitglieder und Freunde fanden sich ein, um bei selbstkreierten und mitgebrachten Leckereien und bei Musik von Helmut Neuhaus (Gitarre und Gesang) einen schönen Sonntagmorgen zu genießen. Das Wetter war nicht sehr vertrauenswürdig. Deshalb fand das Essen im Heimatmuseum und davor auf dem Bürgersteig statt. Der Regen hatte aber ein Einsehen und hielt sich bis kurz vor dem Ende zurück. Es war etwas windig, immer, wenn die Sonne schien, waren die Temperaturen angenehm, sonst etwas dürftig.

Helmut Neuhaus wärmte die Gäste mit seinen unterhaltsamen Liedern auf, war in seinen Texten sehr improvisativ (huch, was für ein Wort). Auch ihm widmet sich die folgende Fotogalllerie:

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Violenbachschule Nord – Wir malen durch die Stadt

Am 12. Juli 2017 war die Eröffnung der Ausstellung „Wir malen durch die Stadt“ der vierten Klassen der Violenbachschule Nord in Borgholzhausen.

Um 11 Uhr eröffnete der Bürgermeister Dirk Speckmann die Veranstaltung in der Rathausgalerie, Schulstraße 5.

Titelblatt des Stadtführers

Dann übernahmen die Schüler es selbst, ihr Projekt vorzustellen, das im Rahmen des Landesprogramms Kultur und Schule läuft. Idee und Konzept stammen von Susanne Kinski. Es wurde von ihr und den Schülern in diesem Schuljahr umgesetzt und fand mit der Herausgabe eines Stadtführers und der Ausstellung ihren Abschluss.

Sandro, einer der Schüler, sagt dazu im Stadtführer:

„Jeden Mittwoch haben wir mit Frau Kinski Kunst. Ein Jahr lang haben wir an diesem Stadtführer gearbeitet. In unserem Stadtführer sind gemalte Bilder über Borgholzhausen, über Lieblingsplätze, Sehenswürdigkeiten und über das, was wir in Borgholzhausen gerne machen. Besonders das Freibad und der Sportplatz liegen den Leuten am Herzen, die lebensfreudig sind.“

Einige Bilder aus der Ausstellung:

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Doris Papenbreer – Perspektiven

Am 30.4.2017 um 11:15 Uhr wurde in der Rathausgalerie, Schulstr. 5 in Borgholzhausen die Ausstellung Perspektiven der Gütersloher Künstlerin Doris Papenbreer eröffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 7.Juni. Es werden vor allem großformatige Motive aus der Natur gezeigt: Pflanzen, Tiere und Landschaften.

Astrid Schütze, Vorsitzende des Kulturvereins begrüßte die Künstlerin und die Gäste.

Einführung in das Werk erfolgte durch Christiane Hoffmann, Kunsthistorikerin aus Rheda-Wiedenbrück.

Fotos zur Ausstellung von Joseph Schräder:

Doris Papenbreer sagt zu ihren Arbeiten:

„Durch meine Malerei erschaffe ich Bilder, in denen gleichermaßen das Geschehene, das Erlebte und das Gefühlte einen künstlerischen Ausdruck finden.“

Einen Eindruck von ihren Arbeiten kann man sich auch auf ihrer Homepage (bitte anklicken) verschaffen.

Die Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann in ihrem Metier (Fotos von Josepf Schräder):

Presseberichte:

Jahreshauptversammlung 2017

Am 5.4.2017 fand im Schulze Ladencafé die Jahreshauptversammlung des Kulturvereins statt. Es waren 24 Mitglieder anwesend. Neben einem Rückblick auf das erfolgreiche Jahr 2016 und eine Vorschau auf dieses Jahr trug Manfred Warias den Rechenschaftsbericht vor. Erfreulich ist ein Anstieg der Mitglieder im letzten Jahr von 143 auf 150 Personen.

Der Vorstand wurde in seinen bisherigen Funktionen wieder gewählt und erfreulicherweise um einen Beisitzer erweitert. Elfriede Schildmann, bekannt durch ihre Leitung der Sommerakademie und ihr Schaffen als Holzbildhauerin, ist hinzugekommen.

Gruppenfoto Vorstand JHV 2017 (von links): Ulf Richter, Joseph Schräder, Detlef Reuter, Manfred Warias, Elfriede Schildmann, Astrid Schütze, Anke Wienke (Foto Karin Warias)

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Burkhard Engel – Jüdische Satiren

Am 31.3.2017 gastierte wieder Burkhard Engel in unserer Stadt. Er trat um 19:30 Uhr im Kultur- und Heimatmuseum, Freistraße 25 auf. Die Zuschauer hörten Texte, Lieder und Gedichte zu dem Thema:

Jüdische Satiren – Ein literarisch-musikalischer Abend.

„Mit Lesung und Rezitation, Gitarre und Gesang lädt Burkhard Engel vom Erbacher Cantaton Theater ein zu einer vergnüglichen Begegnung mit Satiren jüdischer Autoren.
Alle Satiriker brauchen ein außergewöhnliches Gespür dafür, die Paradoxien des Lebens aufzuspüren und zu beschreiben. Es scheint so zu sein, dass unter den jüdischen Autoren besonders viele mit dieser delikaten Fähigkeit begabt sind. Treffsicher, geistvoll und ironisch über eigene und fremde Schwächen lachen zu können – das unterhält und hilft zugleich manche Kränkung zu parieren oder wenigstens zu ertragen.
Das traditionelle jüdische Leben, bezogen auf die Schrift und die Herausforderung ihre richtige Auslegung zu finden, bot immer schon eine Chance den Geist zu schulen mit feinen Überlegungen, mit hintergründigen Interpretationen und Differenzierungen und auch mit der Notwendigkeit Widersprüche zu beleuchten und vielleicht aufzulösen.
Die gut bekannte Tradition ist Folie, gemeinsamer Bezugsort und Themenpool ebenso für Heinrich Heines Geschichte von seinem Hauswirt, der von schönen biblischen Frauen träumt, wenig toleriert von seiner eifersüchtigen Gattin, wie für Kishons Schilderung einer jüdischen Pokerpartie am Fuße des Berges Sinai, wo man gemeinsam auf Moses‘ Rückkehr wartet.
Doch auch das bürgerliche, nichtreligiöse, aufgeklärte Leben bietet genug Stoff für Satiren, ob es um das Leben eines Schriftstellers geht oder um die Liebe. Alfred Polgar, Wolfgang Hildesheimer, Ephraim Kishon, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky und Heinrich Heine schreiben darüber mit Schlagfertigkeit und wunderbarer Ironie.“

 

Der Eintrittspreis betrug 8 Euro. Das Geld war für einen unterhaltsamen Abend sehr gut angelegt. Die Texte waren teilweise bissig, aber auch die dichterische Ausdrucksweise beispielsweise eines Heinrich Heines war schon bemerkenswert.

Presseberichte: