Liederabend und Ausstellung zu Alma Rosé – “Don’t forget me …”

Zum Gedenken an Alma Rosé, Leiterin des Frauenorchsters in Ausschwitz fanden zum Jahresbeginn zwei Veranstaltungen statt:

Therese Berger, Heidi Kommerell und Sabine Ritterbusch

Therese Berger, Heidi Kommerell und Sabine Ritterbusch (von links)

  • Am Freitag, dem 17.1.2014 gab es im Evangelischen Gemeindesaal, Kamgarten 1 einen Liederabend. Die Pianistin Heidi Kommerell ist seit vielen Jahren bemüht, vergessene Komponisten und Komponistinnen wieder in das heutige Bewusstsein zurückzuholen: So auch Alma Rosé, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien geboren, aus einer Musikerfamile stammend, jüdischer Abstammung, selbst Geigenvirtuosin, nach Auschwitz deportiert dort das Frauenorchester leitete.
    Begleitet von Heidi Kommerell sang die Sopranistin Sabine Ritterbusch Lieder aus der damaligen Zeit von Alma Schindler-Mahler, Gustav Maler und Erich Wolfgang Kornfeld. Damit abwechselnd las die Schauspielerin Therese Berger auszugsweise Passagen aus Alma Rosés Biographie, die einen tiefen Eindruck von ihrer Persönlichkeit und ihrer Lebenssituation hinterlies.
  • Am folgenden Sonntag, dem 19.1.2014 folgte dazu eine Ausstellungseröffnung mit 18 großformatigen Tuschezeichnungen von Michaela Berning-Tournier. Die Arbeiten zeigen Alma Rosé in verschiedenen Lebensabschnitten, beginnend in Wien als “Die glückliche Debütantin” über “Flucht vor den Nationalsozialisten” , “Spielen für die Lagerleitung” bis zu zwei Zeichnungen zu “Sterbelied” aus Korngolds “Liedern des Abschieds”, die er bereits zu Beginn der 20er Jahre der 15-jährigen Alma Rosé gewidmet hatte. In einem eindrucksvollen Gespräch mit Heidi Kommerell erzählen beide von dem Entsehungsprozess, ihren Gedanken und Gefühlen, die beiden Veranstaltungen zugrunde liegen.

Bilder zum Liederabend:

Tuschezeichnungen aus der Ausstellung:

Bilder zur Ausstellungeröffnung:

Beitrag aus dem Haller Kreisblatt: HK_Ein Liederzyklus, der berührt

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